Für den Preis „Botschafter für Demokratie und Toleranz“ möchten wir die Initiative

„Selbstvertretung Vereinter Wohnungloser“

vorschlagen.

Die Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser beschreibt sich wie folgt:

Wir sind die Plattform der Selbstvertretung wohnungsloser und ehemals wohnungsloser Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben. Wir engagieren uns für eine bessere Welt, die Überwindung von Armut, Ausgrenzung, Missbrauch, Entrechtung und Wohnungslosigkeit sowie für die Verbesserung konkreter Lebenssituationen: Alles verändert sich, wenn wir es verändern!

Wir sind unterschiedlich und vielfältig. Wir sind Gruppen, Vereine, Einzelpersonen, Projekte, Initiativen, Unterstützende und Gleichgesinnte. Wir vernetzen uns und arbeiten auf Basis selbstbestimmter Regeln zusammen.

Weitere Informationen über die Selbstvertretung sind auf der Webseite www.wohnungslosentreffen.de zu finden.

Hintergrund:

Die Initiative „Selbstvertretung Vereinter Wohnungloser“ ist ein zentrales Ergebnis des Projekts „Förderung von Teilhabe und Selbstorganisation wohnungsloser Menschen in Niedersachsen (Empowerment, Community Organizing, Sommercamps, Verstetigung)“. Das dreijährige Projekt wird durchgeführt vom Fachbereich Wohnunglosenhilfe der Stiftung Bethel im Norden am Standort Freistatt. Es richtet sich an wohnungslose und ehemals wohnunglose Menschen in Niedersachsen, ganz Deutschland und darüber hinaus. Es wird von der Aktion Mensch und dem Diakonischen Werk Niedersachsen und der Stiftung Bethel im Norden gefördert. Das Projekt startete im Frühjahr 2016 und läuft noch bis zum Februar 2019.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass es gelingen wird, die Initiative „Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser“ über den Förderzeitraum hinaus fortzuführen und zu verstetigen.

Wir schlagen die Initiative „Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser“ deshalb als Botschafter für Demokratie und Toleranz vor, weil wohnungslose und ehemals wohnungslose Menschen

  • sich deutschlandweit (und darüber hinaus) zusammen finden und organisieren,
  • gemeinschaftliche und solidarische Strukturen aufbauen (thematische und regionale Gruppen),
  • ihre eigenen Bedürfnisse und Anliegen formulieren und zur Sprache bringen,
  • sich gemeinsam in Politik und Gesellschaft zu Wort melden (Lobbyarbeit in eigener Sache).

Alles das ist bei weitem keine Selbstverständlichkeit.

Wir als Organisationsteam glauben, dass eine Auszeichnung mit dem Preis „Botschafter für Demokratie und Toleranz“ für die Initiative „Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser“ eine Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit der Gruppe sein kann und zugleich ein Ansporn für die weitere Arbeit.

Frank Kruse, Janine Husmann, Jürgen Schneider, Dr. Stefan Schneider
- für das Organisationsteam -

Die kommenden Tage am Jahresende sind Feiertage. Feiertage sind gerade für Menschen auf der Straße eine schwierige Zeit. Fast alle Geschäfte haben geschlossen, deutlich weniger Menschen, die man um Geld bitten könnte, sind unterwegs. Die, die Geld haben, nutzen oft die Zeit für einen Kurzurlaub oder verschanzen sich in ihren Wohnungen oder in ihren Häusern, abgeschottet hinter Zäunen, Hecken und blickdichten Vorhängen. Wer einsam ist, wird sich in diesen Tagen besonders einsam fühlen, wer sich verlassen fühlt, wird sich besonders verlassen fühlen. Die ganzen Feiern für Obdachlose der vergangenen Wochen sind vorbei, und fast scheint es so, als wären diese Feiern nur deshalb veranstaltet worden, um ein Alibi dafür zu haben, sich während der Feiertage aus dem Staub machen zu können.

Altdorfer Heilige NachtDie Feiertage gibt es, weil die christlichen Religionen ein wichtiges Fest feiern. Bei diesem Fest geht es um die seltsame Story, dass in der Gegend von Palästina eine Frau namens Maria schwanger ist. Es ist nicht ganz klar, von wem. Ihr Verlobter Josef aus einer Ortschaft namens Nazareth muß wegen einer behördlichen Anordnung in seine Heimatstadt Bethlehem reisen und nimmt seine hochschwangere Frau mit. Angeblich finden sie dort keine Unterkunft, so dass sie das Kind, das dort geboren wird, windeln und in einen Futterbehälter für Tiere legen müssen. So hat es ein Mann namens Lukas einige Jahrzehnte nach den Ereignissen, die um die Zeitenwende spielen, aufgeschrieben. (Lk 2,7 EU).

Die Geschichte ist wahrscheinlich Fake News. Lukas will damit klar machen, dass eine Vorhersage der jüdischen Religion in Erfüllung gegangen ist. Ein Autor namens Micha sagt, dass ein kommender regionaler Anführer aus der Ortschaft Bethlehem hervorgehen soll (Mi 5,1 EU). Also muss die Geschichte irgendwie dorthin verlagert werden. Später tingelt dieser Jesus wie viele andere in jener Zeit auch als Wanderprediger durch die Gegend und wird gefoltert und ermordet. Aber das ahnt damals noch niemand.

Der Maler Albrecht Altdorfer hat im Jahr 1511 davon inspiriert dieses Bild gemalt. Es zeigt, wie er sich die von Lukus erzählte Geschichte vorstellt. Die Famlie drückt sich in mondklarer und wahrscheinlich kalter Nacht in einem verfallenen, einsturzgefährdeten Gebäude herum. Sie sind in einer menschenunwürdigen Situation, ihnen fehlt es am Nötigsten. Es gibt keinen geschützen Raum, keinen wärmenden Kamin, kein weiches Bett, keinen Tisch, keinen Stuhl, keine Decken, keine Nahrung. Es fehlt ihnen an allem.

Bei dem Projekt Wohnungslosentreffen geht es genau um Menschen, die keine Wohnung, kein Zuhause haben oder hatten, denen es am Nötigsten fehlt. Einige, die bei uns mitmachen, sind in diesen Tagen in genau dieser Situation: Irgendwo draußen in Hamburg, Frankfurt, Berlin und anderen Orten. Sie haben keinen Ort, der ihr eigener ist. Sie sind in einer menschenunwürdigen Situation, ihnen fehlt es am Nötigsten. Sie haben keinen geschützen Raum, keinen wärmenden Kamin, kein weiches Bett, keinen Tisch, keinen Stuhl, keine Decken, keine Nahrung. Es fehlt ihnen an allem.

Obwohl wir in den vergangenen Monaten gemeinsam viel auf die Beine stellen konnten, haben wir auf diese zentralen Fragen letztlich noch keine zufrieden stellende Antwort finden können. Und trotzdem hat sich etwas ganz Entscheidendes verändert: Wir haben bei unseren Treffen eine gute Gemeinschaft bilden können. Diese Erfahrung kann uns niemand mehr wegnehmen und alle, die dabei waren, haben vielleicht ein kleines bisschen doch die Gewissheit, in diesen Tagen nicht ganz alleine zu sein. Wenn wir auch sonst nicht viel haben, können wir vielleicht diese Hoffnung miteinander teilen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch frohe Feiertage und ein gutes neues Jahr 2018

Stefan Schneider

PS: Wer uns erzählen möchte, wie er oder sie die Feiertage und den Jahreswechsel verbringt, kann gerne einen kurzen Text und/ oder ein Foto schicken an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.  Ich werde das hier unterhalb dieses Textes veröffentlichen und auf diese Weise können wir miteinander verbunden sein - bis zu unserem nächsten Treffen.


Werner (Berlin):

Allen Freunden, allen Menschen die mir nahe stehen, insbesondere die Teilnehmer der Selbstbestimmten Vereinten Wohnungslosen. Mögen sich alle Projekte realisieren.Ich wünsche uns Aĺlen die Kraft und Ausdauer auf dem Weg zur Selbstbestimmung.Liebe Grüße Werner Franke.


Matthias WagnerMatthias (Konstanz):

Ein Tag vor Heiligabend (Foto)
Frohe Weihnachten 
Wir sind in Konstanz es schneit und Land unter alles gut Matthias und Perro 
 

Hasso (Hannover):

Ein wunderschönes und gesundes Weihnachtsfest, ein erfolgreiches neues Jahr das wir mit unseren Projekt vorankommen. 
 
Gruss Hasso
Peter & Hwayda (Altenkirchen):
Danke, wünschen wir  auch.
Hwayda + Peter

Karsten (Mainz):

Ja geil. Bin bei Lars - Gitarrero von Pension Schizzo. Der Termin auf dem Sommercamp geht in Ordnung. Wir freuen uns.
Frohe Weihnachten und ein gesundes 2018..
Helau aus Mainz
Karsten und Pension Schizzo

Hans-Dieter (Freistatt):

Guten Tag und ein schönes gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes erfolgreiches 2018 !
 

MIke (Waldbröl):
 
Das wünsche ich auch allen.

Burkhard (Hannover):
 
Frohes Neues - Guten Rutsch - WILLKOMMEN, IN 2018. Gruss, Burkhard
 

André (Freistatt):
 
Das wünsche ich auch 

Markus (Neumünster):
 
2017 Markus in der Isolierzelle by KarstenAm letzten Tag des Jahres sende ich euch herzliche Grüße aus Neumünster.

Weihnachten ist für mich weniger Feierlaune, und mehr eine Zeit des Wundenleckens. Es herrscht Regenstimmung in mir, so wie es jetzt gerade draußen regnet (ich sehe durch mein Fenster).
Ein Kunstwerk von Joseph Beuys hat mich, als ich noch ein Jugendlicher war, besonders beeindruckt: "Show your wound = Zeige deine Wunde". Der Titel hat mich bis heute immer wieder beschäftigt, und ich fühle mich immer noch betroffen durch diesen Aufruf.
 
Ich wünsche uns und euch, dass wir lernen, uns unsere Verwundungen zu zeigen und so durch mehr Verständnis und Verständigung zu einem besseren Miteinander kommen.
 
Markus aus Neumünster
 

Rea, Ines, Laurene, Robin und Christian (Potsdam)
 
Hallo ihr Lieben,

und auf ein Neues müssen wir uns wieder umgewöhnen, wenn wir aufgefordert werden ein Datum festzuhalten. Die Umstellung in den ersten Wochen 2018 anstatt wie gewohnt 2017 zu schreiben. Wer kennt es nicht?!
Das Jahr ging mal wieder schneller rum als gedacht und hatte sehr wahrscheinlich auch etwas für einen jeden von euch parat, womit wir alle nicht gerechnet hätten. Dennoch hoffen wir, das ihr auf ein Jahr zurück schauen könnt, in dem sich vieles für euch weiterentwickelt hat und das viele tolle Ereignisse für euch parat gehalten hat. Das war es dann wohl, das Jahr 2017 mit all seinen Ecken, Kanten und Rundungen.

Mit diesem reuelosen und frreudigen Blick auf das Jahr 2017 wollen wir nun auch nach vorne schauen auf das Jahr 2018. 
Wir wünchen euch ein frohes Jahr 2018 und hoffen ihr hattet einen guten Start. Möge das kommende Jahr viel Gesundheit und Vitalität, einige wilden, abgefahrenen Abenteuer und zahlreiche positive Geschichten für uns alle bereit halten. 
Wir freuen uns auf das Jahr 2018 und die gemeinsame Zusammenarbeit mit euch. 

Liebe Grüße aus Berlin und allen anderen Teilen dieser Erde
Rea, Ines, Laurene, Robin und Christian

Dirk (Freistatt)

Hi, in diesem Jahr ist für mich das Weihnachtsfest & der Jahreswechsel anders verlaufen als in den zurückliegenden Jahren.

Ich hatte diesmal das Gefühl von Gemeinschaft & Wohlfühlsein, denn anders als in den Jahren davor war ich nicht alleine.

Hier in Freistatt wurde von Seitens der Wohnungslosenhilfe eine richtig schöne Feier ausgerichtet mit allem was dazu gehört ...um 22 Uhr fand dann noch in der Moorkirche die traditionelle " Christmette " statt.
In den darauf folgenden Tagen verbrachte ich die Zeit mit div. Mitbewohner mit gemütliche Spiele & Koch Abende.....an Silvester erst um 18 Uhr der Jahresabschluss Gottesdienst & anschließend verbrachte ich die Zeit für mich alleine und verbrachte chillig die Zeit vor dem TV.


 

 

Gemeinsames Ergebnisprotokoll vom Treffen der Meilenstein – AGs, Freistatt, 12.-15.12.2017

Meilenstein AG‘s

  1. Vorbereitung WLT 2018
  2. Finanzierung
  3. Kommunikation

1. Anwesende

Angela, Wilhelmshaven; Christof, Freistatt, Corinna, Pforzheim; Dirk, Freistatt; Hanne-Lore, Lüneburg; Hasso, Hannover; Hari, Freistatt, Hwayda, Altenkirchen; Janina, Berlin; Freistatt; Jürgen, ANW (Orga-Team), Markus, Neumünster; Mike, Waldbröl, Norbert, Edewecht; Olaf, Hamburg; Peter, Altenkirchen; Regina, Wien; Stephan, Hamburg; Susi, Nürnberg; Volker, Hamburg; Werner, Berlin, Stefan, Berlin (Orga-Team; Frank Kruse, Freistatt (Orga-Team)

Entschuldigt: Marcus, Hannover; Annette, Hannover; Michael, Berlin

2. Berichte

  • Hanne-Lore berichtet über ein Angebot zum Kauf von Containern. Diese sind allerdings schon verkauft
  • Werner, Berlin will in Berlin Stadtführungen anbieten über den Verein „Quer-Stadt-Ein“ aus der Perspektive armer Menschen
  • Hasso berichtet, dass es in Hannover ein vergleichbares Projekt gibt, Hannover von unten
  • Jürgen berichtet, dass von der ZBS Niedersachsen eine Ausstellung geplant ist, in der Platten (Schlafplätze im Freien von Obdachlosen) fotografiert werden sollen. Er kritisiert das. In der Diskussion wird vorgeschlagen, dass zu dokumentarischen Zwecken ein solcher Schlafplatz nachgestellt werden könnte.
  • Norbert berichtet, dass sein Rucksack-Schulprojekt (Ein Leben auf der Straße mit Rucksack) neu gestartet werden soll.
  • Angela von der Frauengruppe berichtet, dass der Antrag für den Tag der obdachlosen Frauen am 21.12. jedes Jahres von der UNO angenommen wurde und im August kommenden Jahres entschieden wird.
    Die Unterschriftensammlung dazu wird weiter geführt.
  • Christof berichtet über den Messestand der Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser bei der Messe Reiselust in Bremen. Bei der Messe Draussen ist das Projekt angemeldet, bei der Bauen und Wohnen vorgemerkt.

3. Arbeitspapier: Struktur Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser

Frank, Jürgen und Stefan (Orga-Team) stellen ihren Entwurf: Struktur Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser vor. In der Diskussion gibt es folgende Kritikpunkte:

  • Punkt 1.1. Sammelbecken ist kein gutes Wort. Entweder streichen oder Ersatzbegriff finden
  • Punkt 1.3. und 1.4. Zusammensetzung muss noch geklärt werden, ebenso das Verhältnis von Betroffenen / Nicht Betroffen und der Proporz der Teilnehmenden
    Frage: Ist das gesamte Sommercamp die Vollversammlung bzw. wie ist die Vollversammlung auf dem Sommercamp organisiert
  • Punkt 2.3. Was bedeutet „grundsätzliche Entscheidungen“
  • Punkt 2.5. Selbstverständlich ist die Vollversammlung öffentlich.

Verabredet wird:

  1. Frank, Jürgen und Stefan sollen das Papier auf der Grundlage der Debatte überarbeiten,
  2. Das überarbeitete Arbeitspapier wird unter den Projektbeteiligten verteilt,  Rückmeldungen dazu werden an Stefan geschickt;
  3. Die Rückmeldungen werden an die Projektbeteiligten versendet.
  4. Der überarbeitete Entwurf des Papiers wird auf dem Koordinierungstreffen vom 01.-03.03.2018 erneut beraten.

4. Meilenstein – Arbeitsgruppen

Gebildet wurden die drei Meilensteinarbeitsgruppen

  1. Vorbereitung des WLT 2018
  2. Finanzierung
  3. Kommunikation

5. Ergebnisse der Meilenstein-Arbeitsgruppe Kommunikation

(siehe Präsentation)

Medium  Funktion

Telefon

Notfall,
Private Kommunikation
Webseite Öffentliche Termine,
Bekanntmachungen
Kontaktdaten
Gruppe Forum
Diskussionen;
AG übergreifende Themen
Email Interne Termine,
Emailverteiler für die Arbeitsgruppen
arbeitsgruppeninterne Diskussion
Newsletter  
Analoge Kommunikation Auswärtige Einrichtungen
Analoger Newsletter
Bahnhofsmission, Tagestreffs
Besuchsreise m Projekte, Einrichtungen und Menschen zu besuchen,
Kirchentag, Messen, Tagungen und Seminare


Christof: Das Thema ist sehr allgemein, die Gruppe, die sich darum kümmern soll, benötigt klare Aufträge und Fristen!

6. Ergebnisse der Meilenstein-Gruppe Vorbereitung WLT 2018

Die Meilensteingruppe verabredet folgenden Zeit- und Arbeitsplan

  1. Ein Email-Verteiler wird eingerichtet (erledigt)
  2. Der Termin vom Wohnungslosentreffen 2018 ist von Sonntag, 22.07.2018 – Sonntag, 29.07.2018 in Freistatt. (Der falsche Termin auf der Homepage ist bereits korrigiert.)
  3. Das Programm wird im Januar und Februar 2018 von der Programmgruppe erarbeitet und zum Koordinierungstreffen Anfang März 2018 vorgestellt.
  4. Anfang Januar 2018 wird ein Aufruf an wohnungslose Menschen oder Gruppen verbreitet, eigene Programmbeiträge anzubieten. Den Entwurf dazu will Volker schreiben. Bis zum Koordinierungstreffen können Angebote eingereicht werden.
  5. Das endgültige vorläufige Programm wird auf dem Koordinierungstreffen Anfang März 2018 festgelegt.
  6. Anschließend erfolgen die Einladungen an die Teilnehmenden; weitere organisatorische Fragen wie Helfer, 1. Hilfe Kurs und soziale Begleitung und Assistenz werden ebenso geklärt.

Die Programmgruppe hat eine grobe Skizze des Wochenablaufs erstellt. Zentrale Ideen sind:

  • Kurzes Plenum am Anfang und am Ende des Tages.
  • Platz für die Vollversammlungen an mehreren Tagen am Vormittag. Zu klären ist, was genau auf den Vollversammlungen gemacht werden soll: Stichworte dazu sind
    - Vorstellung des Projekts Wohnungslosentreffen und der bisher erreichten Ergebnisse
    - Vorstellung einer Charta (soweit bis dahin vorhanden)
    - Vorstellung der bisherigen Überlegungen zur Struktur (Vollversammlung, Koordinierungstreffen, Geschäftstelle)
    - Vorstellung der Planungen zur Finanzierung
    - Inhalte: Ist-Zustand feststellen; Probleme beschreiben, Wie sollte es sein! (Zielsetzung)
    - Planungen, Vorhaben, Verabredungen für das kommende Jahr

Folgende Menschen sollen angefragt werden zur Teilnahme

  • Rolling Stones (Stefan)
  • Haudegen (Dirk)
  • Frank Zander (Werner)
  • Büttners Best Choice (Stefan)
  • Pension Schizzo (Karsten)
  • Andrea Brumann - Trauma – Therapie (Stefan)
  • Holger Blank (Werner)
  • Tim Mälzer (Frank über den Koch der Jugendwerkstatt)
  • Dietrich von Bodelschwingh (Frank)
  • Theaterwerkstatt Bielefeld (Stefan)
  • Lagerfeuer Martin Krauß (Stefan)
  • Blaues Kreuz (Peter)
  • Abseits-Chor (Jürgen)
  • Tanja Kruse – Wie stehe ich denn da? (Stefan)
  • Tacheles – Frank Jäger (grundsätzliche Anfrage Frank)
  • Prof. Ingmar Steinhart, Vorstand Bethel prüfen
  • Prof. Gerhard Trabert, Mainz (AG Gesundheit)(Ärztliche Versorgung sowie Vorstellung seiner Projekte)(Jürgen)

In der Diskussion wurde darauf hingewiesen, dass das Einladen von Prominenten nur dann Sinn macht, wenn auf dem Wohnungslosentreffen auch Inhalte erarbeitet werden, die eine politische Botschaft haben.
Weitere Punkte aus der Arbeitsgruppe:

  • Wohnungslosenhilfeeinrichtungen einladen – klären welche?
  • Organisationen einaden (z.B. Tafel)
  • potentielle Geldgeber einladen
  • Aktion Mensch einladen
  • Klärung des Fotografieren

7. Vorstellung der Ergebnisse der Finanzierungsgruppe

Die AG Finanzierung schlägt ein zweigleisiges Modell zur Gewährleistung der Finanzierung vor.
Zum einen soll ein gemeinnütziger Organisationsverein gegründet werden. Angefragt als Mitglieder zur Gründung sollen werden über Bethel hinaus Einrichtungen, die die Idee einer Selbstvertretung Wohnungsloser unterstützen wollen. Schon jetzt gibt es einige Einrichtungen, die das Projekt unterstützen.
Der Organisationsverein könnte Mitgliedsbeiträge erheben und Förderanträge stellen. Er wäre ausserdem zuständig für die Einrichtung und den Betrieb der Geschäftsstelle.
Wohnungslose und ehemals wohnungslose Menschen sollen über einen Beirat ihre Interessen einbringen.
Zum anderen soll ein Förderverein gegründet werden. Der Förderverein hat die Aufgabe, Gelder einzuwerben und der Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser oder Gruppen und Initiativen, die daraus entstehen, zur Verfügung zu stellen.
In gemeinsamer Runde wurde das Modell diskutiert und folgendes verabredet:

  1. Es wird ein email-Verteiler eingerichtet für die Leute, die einen Förderverein gründen wollen. Bisher haben sich gemeldet: Angela, Hanne-Lore, Hasso, Werner, Regina, Frank, Stephan.
  2. Frank besorgt eine Mustersatzung und stellt diese zur weiteren Abstimmung der Gruppe zur Verfügung
  3. Die Gruppe spricht weitere Menschen an zur Mitarbeit beim Förderverein.
  4. Die Vereinsgründung soll zu Beginn des Koordinierungstreffens am 01.03.2018

8. sonstiges

  • Marcus (Hannover) macht einmal wöchentlich am Donnerstag zwischen 15:00 und 16:00 Uhr eine Radiosendung. In einer Live-Schaltung haben wir kurz per Telefon mit ihm gesprochen.
  • Markus (Frankfurt) hat einen Fragebogen entwickelt für Teilnehmer am Wohnungslosentreffen. Dieser Fragebogen wurde ausgedruckt und verteilt.

Protokoll erarbeitet in gemeinsamer offener Runde am
Donnerstag, 14.12.2018, 19:20 – 20:30 Uhr
Protokoll: Stefan Schneider

Anlagen:

  • Arbeitspapier: Struktur Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser
  • Fotoprotokoll Programmgruppe WLT 2018 – Wochenstruktur-Grobraster
  • Fragebogen Markus Holzbauermann

Arbeitspapier: Struktur Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser (Entwurf)

- prüfen, korrigieren, ergänzen vervollständigen -

Einreicher: Frank Kruse, Jürgen Schneider und Stefan Schneider, Stand 06.11.2017

  • 1. Beratung: Treffen der Arbeitsgruppen, 12.-15.12.2017
  • gegebenenfalls 2. Beratung: Koordinierungstreffen 01.-04.03.2018, Freistatt
  • gegebenenfalls 3. Beratung & ggf. Beschlussfassung: Vollversammlung Wohnungslosentreffen / Sommercamp 2018

Ziel: schriftlich festhalten, was der bisherige Stand der Praxis und der Ideen zur Struktur der Gruppe Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser ist. Grundlage sind die Diskussionen und Protokolle aus dem bisherigen Projektverlauf.

1. Zusammensetzung

  1. Die Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser ist ein Sammelbecken und ein Netzwerk für Gruppen, Vereine, Einzelpersonen, Projekte, Initiativen, Unterstützende und Gleichgesinnte.

  2. Die Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser bildet keine eigene Rechtskörperschaft.

  3. Die Vollversammlung ist zahlenmässig durch das jeweils zur Verfügung stehende Budget bzw. durch die Kapazitäten des Veranstaltungsortes begrenzt. Innerhalb dieses Rahmens sollen etwa 70 Prozent der Plätze den Mitwirkenden Gruppen Projekten Initiativen und Einzelpersonen vorbehalten sein. Die verbleibenden 30 % der Plätze sind für spontane Anmelder und neue Teilnehmende reserviert.

  4. Bei der Vollversammlung ist auf eine regionale, thematische, gender- und altersgerechte Verteilung und eine internationale Beteiligung zu achten.

2. Vollversammlung

  1. Das Zentrum ist die Vollversammlung. Das sind die jährlich stattfindenden Wohnungslosentreffen in Form von Sommercamps.

  2. Die Vollversammlung findet jährlich in Form eines Sommercamps statt. Es muss hinreichend Zeit zum Kennenlernen, Austausch, gegenseitiges Informieren, Entwicklung von Positionen gegeben sein.

  3. Die Vollversammlung trifft grundsätzliche Entscheidungen.

  4. Die Vollversammlung tagt grundsätzlich im Plenum. Das Plenum wird (nach Möglichkeit extern) moderiert. Ergebnisse werden protokolliert.

  5. Öffentlichkeit der Vollversammlung

  6. Die Vollversammlung entwickelt eine Charta. Die Charta beschreibt die Grundlagen der gemeinsamen Zusammenarbeit und beschreibt, wer dazu gehört, wer nicht dazu gehört und beschreibt Grundsätze Verhalten, Respekt, Verbindlichkeit (10 Goldene Prinzipien – wie gehen wir miteinander um). Aber das reicht noch nicht.

  7. Die Vollversammlung kann zu allen Fragen Grundsatzpositionen, Stellungnahmen, Resolutionen erarbeiten und verabschieden.

  8. Die Vollversammlung kann Aktionen, Projekte und Kampagnen anregen.

  9. Vollversammlung und Gäste noch klären …..

  10. Die Vollversammlung kann Arbeitsgruppen aller Art einsetzen.

  11. Die Vollversammlung kann Menschen aus ihrer Mitte mit konkreten Aufgaben beauftragen.
    Aufgaben können sein: # Ansprechpartner für Anfragen von Aussen

  12. Die Vollversammlung richtet Arbeitsgruppen ein, das können z.B. Gruppen für zeitlich begrenzte Projekte, aber auch Fachgruppen sein (z.B. Recht, Öffentlichkeitsarbeit, Politik, Vernetzungstechnik, Bauen und Wohnen)

  13. Die Vollversammlung bestimmt die Mitglieder des Beirats, der die Arbeit der Geschäftsstelle begleitet. (MERKPUNKT: könnte das Koordinierungstreffen sein, mit gesetzten Teilnehmern – Gruppen und Regionen / sowie mit gewählten Teilnehmenden)

  14. Die Vollversammlung endet mit einem gemeinsamen Ergebnisprotokoll. Das gemeinsame Ergebnisprotokoll wird in einer offenen Arbeitsgruppe vorbereitet und vom Pĺenum verabschiedet.

3. Geschäftsstelle

  1. Es gibt eine Geschäftsstelle.
  2. (Die Geschäftsstelle besteht im Moment aus Jürgen, Frank, Stefan, Janine)
  3. Die Geschäftsstelle gewährleistet den organisatorischen Rahmen der Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser.
  4. Die Geschäftsstelle der Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser benötigt eine öffentliche Finanzierung. Die Finanzierung muss mindestens abdecken:
    - die jährlichen Wohnungslosentreffen in Form von Sommercamps
    - die Koordinierungstreffen im Frühjahr und Herbst
    - die Arbeitsgruppentreffen
    - die Arbeit der Geschäftsstelle selbst
    - alle weiteren Sach- und Honorarkosten
  5. Zur Beantragung von Fördermitteln bedarf es einer gemeinnützigen Förderkörperschaft (zur Zeit geschieht dies über die Stiftung Bethel)

4. Berichts- und Informationsstrukturen

Zu klären: Wer berichtet an wen und wie wird es verteilt und veröffentlicht?

Soll in der Gruppe erarbeitet werden

Der Obdachllosen Berlins vor dem Asyl - Quelle: WikiCommonsDas Überleben ist nur möglich, wenn genügend Wärmestuben und Notquartiere für obdachlose Frauen und Männer bereitgestellt werden. Immer mehr Frauen und Männer leben auf der Straße – nach Schätzung des Armutsnetzwerkes sind es bundesweit inzwischen über 40.000 Personen. Sie leben im Freien, unter Brücken, auf Parkbänken, in Hauseingängen, Kanalschächten, U-Bahn-Tunneln und in unbeheizten Abrisshäusern. Im jedem Winter erfrieren viele wohnungslose Menschen, sie verlieren den täglichen Kampf gegen Kälte, Feuchtigkeit und Frost berichtet Jürgen Schneider, der seit vielen Jahren wohnungslos ist.

Jürgen Schneider engagiert sich im Armutsnetzwerk e.V. und macht auf die akute Not aufmerksam. Er ruft auf, den drohenden Kältetod der wohnungslosen Menschen zu vermeiden und bittet dringend um Hilfe!

Kältehilfe-Aktion-2017-Armutsnetzwerk


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

helfen Sie mit bei der Bereitstellung von Wärmestuben, Notquartieren, Suppenküchen und engagieren Sie sich bei kommunalen Einrichtungen wie Tagestreffs, Kirchen und Sozialverbänden vor Ort so können wir gemeinsam die Notlage der Betroffenen verhindern.

Der gemeinnützige Verein Armutsnetzwerk e.V. wurde im Jahre 2012 von Frauen und Männern, die von Armut und Obdachlosigkeit betroffenen sind, gegründet.

Der Verein unterstützt und fördert den Informations- und Gedankenaustausch von Initiativen und Einzelpersonen, die mit dem gesellschaftlichen Problem der Armut in seiner vielfältigen Ausprägung befasst ist. Er bündelt darüber hinaus Themen und Probleme und stellt sie einer breiten Öffentlichkeit zur Diskussion.

Der Verein„Armutsnetzwerk e.V“ beteiligt sich daran, den von Armut Betroffenen Gehör in der Gesellschaft zu verschaffen.

Helfen Sie uns - auch mit Spenden können Sie die akute Not lindern - Spenden an:

Kontoinhaber: Armutsnetzwerk e.V.
Stichwort „Winter“
IBAN: DE 15 2565 1325 0191 1175 55
BIC: BRLADE21DHZ

Eingehende Spenden werden den Einrichtungen der "Kältehilfe" zur Verfügung gestellt um Schlafsäcke ect. zu kaufen da das Armutsnetzwerk selbst keine Einrichtungen für den Winter betreibt.

Danke für Ihre Unterstützung

Jürgen Schneider
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Armutsnetzwerk e.V.
www.Armutsnetzwerk.de

 

 

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