Gemeinsames Ergebnisprotokoll des Koordinierungstreffens vom 12.-14.-10.2017 in Freistatt

1 Teilnehmende

Anwesend waren 35 Teilnehmende aus 18 Städten/ Ortschaften vom Projekt Wohnungslosentreffen.

André (Hamburg), Angela (Wilhelmshaven), Burkhard (Hannover), Christoph (Freistatt), Corinna (Pforzheim, BBI), Dirk, (Freistatt), Hari (Freistatt); Hasso, (Hannover/ Asphalt), Hwayda (Altenkirchen), Ilse (Köln /IBWA), Jens (Freistatt), Jörn (Freistatt), Jürgen (ANW), Jürgen (Potsdam); Karsten (Mainz), Markus (Frankfurt), Markus (Neumünster), Michael (Berlin), Mike (Waldbröl), Norbert (Edewecht), Olaf ( Berlin), Olaf (Hamburg), Peter (Altenkirchen), Regina (Wien), Sebastian (Freistatt), Stephan (Hamburg), Susi (Nürnberg), Thomas (Diepholz), Timo (Freistatt), Uwe (Lüneburg), Volker (Hamburg), Werner, (Berlin /ANW) sowie Frank, Janine und Stefan (Projektkoordination).

Vertreten waren damit die Gruppen Armutsnetzwerk e.V. (ANW), Bundesbetroffeneninitiative wohnungsloser Menschen e.V. (BBI); Europäisches Netzwerk wohnungsloser Menschen Homeless People in Europe (HOPE), Frauengruppe (Marburg); Freistätter Online-Zeitung, Initiative Bauen Wohnen Arbeiten (IBWA, Köln), Gruppe Mutterschiff (Hamburg), Strassenzeitung Asphalt (Hannover), Hartz-IV-Betroffene e.V. (Potsdam).

Entschuldigt waren: Alexandra (Frankfurt), Annette (Hannover), Frank (Köln), Hanne-Lore (Lüneburg); Jessica (Freistatt); Lothar (Limburg), Marcus, (Hannover), Stefanie, (Gummersbach), Thomas (Freistatt).

2 Erfahrungsaustausch

Foto Pinnwand: Was haben wir erreicht? Foto von Werner FrankeWir starteten unser Treffen mit einem intensiven Erfahrungsaustausch, in dem deutlich wurde, dass seit dem Wohnungslosentreffen Freistatt 2017 das Projekt Aufbau einer Selbstvertretung Wohnungsloser breit kommuniziert worden ist, z.B. auf dem Treffen der Menschen mit Armutserfahrungen in Berlin, auf einem Fachtag zum Thema Partizipation in Lüneburg, auf einem Fest zum 150-jährigen Bestehen von Bethel in Bielefeld, beim Treffen der Nationalen Armutskonferenz in Berlin sowie bei weiteren Gelegenheiten und in vielen persönlichen Gesprächen.

3 Standortbestimmung

In einer Standortbestimmung haben wir zunächst gesammelt, was der Gruppe zu folgenden Fragen spontan eingefallen ist. Die Fragen waren:

1. Was haben wir erreicht?
http://www.wohnungslosentreffen.de/images/2017/2017_10_koord/01-standort-erreicht.JPG

2. Was ist offen?
http://www.wohnungslosentreffen.de/images/2017/2017_10_koord/02-standort-offen.JPG

3. Wo haben wir Schwierigkeiten?
http://www.wohnungslosentreffen.de/images/2017/2017_10_koord/03-standort-schwierigkeiten.JPG

In zufällig zusammengestellten Arbeitsgruppen wurde die Notizen gesichtet und nach Wichtigkeit sortiert. Die Ergebnisse wurden anschließend in Plenum vorgestellt und diskutiert.

Sortierung: Was haben wir erreicht?
http://www.wohnungslosentreffen.de/images/2017/2017_10_koord/04-sortierung-erreicht.JPG

Sortierung: Was ist offen?
http://www.wohnungslosentreffen.de/images/2017/2017_10_koord/05-sortierung-offen.JPG

Sortierung: Wo haben wir Schwierigkeiten?
http://www.wohnungslosentreffen.de/images/2017/2017_10_koord/06-sortierung-schwierigkeiten.JPG

4 Meilensteine, Meilenstein-Gruppen und Termine für Ergebnisse

Auf dem Wohnungslosentreffen 2017 gab es eine Arbeitsgruppe, die sich mit der Erstellung und Planung von Meilensteinen befasste. Hierbei ging es darum, festzulegen, was bis wann von wem erreicht werden soll. Das betrifft zum einen die weitere Arbeit im Projekt, zum anderen aber auch Planungen zur Fortführung des Projekt nach Ablauf des Förderzeitraums von Aktion Mensch Mitte Februar 2019 (siehe Dokumentation der AG Meilensteine vom Sommer 2017

http://www.wohnungslosentreffen.de/images/2017/2017_10_koord/2017_Wohnungslosentreffen_Meilensteine.pdf

Nach kurzer Sichtung der Dokumentation zu den Meilensteinen bildeten sich drei Gruppen, die folgende Ergebnisse präsentierten:

1. Gruppe Vorbereitung Wohnungslosentreffen 2018
http://www.wohnungslosentreffen.de/images/2017/2017_10_koord/07-meilensteine-vorbereitung-wlt-2018.jpg
2. Gruppe Projektweiterführung
http://www.wohnungslosentreffen.de/images/2017/2017_10_koord/08-meilensteine-projektwuensche.JPG
3. Zusammenspiel und Arbeitsfähigkeit
http://www.wohnungslosentreffen.de/images/2017/2017_10_koord/09-meilensteine-gruppen.JPG

Auf Grundlage der Gruppenarbeit zum Thema Meilensteine wurde festgelegt, dass folgende 4 Meilensteingruppe gebildet und zu festgelegten Terminen Ergebnisse vorlegen soll. Dazu haben sich bereits Menschen gemeldet, die in den Gruppen mitarbeiten möchten.

1. Meilenstein-Gruppe - Vorbereitung Wohnungslosentreffen 2018
(Ergebnisse bis 15.04.2018)
Teilnehmende: Corinna (Pforzheim), Dirk (Freistatt), Karsten (Mainz), Peter (Altenkirchen), Angela (Wilhelshaven), Mike (Waldbröl), Jürgen (Sulingen), Susi (Nürnberg)

2. Meilenstein-Gruppe - Finanzierung
(Ergebnisse bis 15.07.2018)
Teilnehmende: Werner (Berlin), Angela (Wilhelmhaven), Corinna (Pforzheim), Jens (Freistatt), Michael (Berlin)

3. Meilenstein-Gruppe - Kommunikation
(Ergebnisse bis 15.12.2017)
Teilnehmende: Nobert (Edewecht), Hari (Freistatt), Jens (Freistatt), Timo (Freistatt)

4. Meilenstein-Gruppe - Handlungsgrundlagen von Gruppen
(Ergebnisse bis 15.02.2018)
Teilnehmende: Markus (Neustrelitz), Michael (Berlin)

Logo Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser5 Name, Logo, Leitbild

Gegenstand der Diskussion auf dem Koordinierungstreffen war, ob es gelingen könne, auf Grundlage des bisher erreichten schon erste Vereinbarungen in Bezug auf den Namen der Gesamtgruppe, das Logo und das Leitbild treffen zu können. In einer offenen Diskussion am Sonnabend nachmittag haben die anwesenden Teilnehmer folgendes verabredet:

1. Logo

Das bestehende Logo (Siebdruckzeichnung auf dem 1. Wohnungslosentreffen 2016 auf Grundlage einer Zeichnung von Hans Tombrock aus dem Jahr 1929 für die Bruderschaft der Vagabunden) soll weiterhin genutzt und geschützt werden. Stellvertretend für die Gruppe (und vor Erlangung einer eigenen Rechtsfähigkeit etwas in Form einer Körperschaft) übernimmt zunächst Bethel im Norden die Aufgabe, dieses Logo rechtlich zu schützen.
http://www.wohnungslosentreffen.de/images/2017/2017_10_koord/selbstvertretung-wohnungsloser-logo.jpg

2. Leitbild

In gemeinsamer Gruppenarbeit haben sich die anwesenden auf folgende Formulierung eines Leitbildes verständigt:

Wir sind die Plattform der Selbstvertretung wohnungsloser und ehemals wohnungsloser Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben. Wir engagieren uns für eine bessere Welt, die Überwindung von Armut, Ausgrenzung, Missbrauch, Entrechtung und Wohnungslosigkeit sowie für die Verbesserung konkreter Lebenssituationen: Alles verändert sich, wenn wir es verändern!

Wir sind unterschiedlich und vielfältig. Wir sind Gruppen, Vereine, Einzelpersonen, Projekte, Initiativen, Unterstützende und Gleichgesinnte. Wir vernetzen uns und arbeiten auf Basis selbstbestimmter Regeln zusammen.

3. Name

Nach Sichtung mehrerer Vorschläge einigte sich die Gruppe darauf, dass folgender Name gegenwärtig am besten das Selbstverständnis ausdrückt und als Plattform für die weitere Arbeit genutzt werden soll.

Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser

6 Sonstiges, weitere Verabredungen, Termine

1. Lebenslagen Index. Angela (Wilhelmshaven) berichtet von einem Treffen in Hannover, das von der EBET organisiert ist. Thema des Treffens war die Erstellung eines Lebenslageindexes, mit dem die Situation wohnungsloser Menschen in Deutschland genauer erfasst und verglichen werden kann.

2. Theaterprojekt. Eine Gruppe (Hari (Freistatt), Markus (Frankfurt), Susi (Nürnberg), Werner (Berlin) hat sich getroffen, die ein Theaterprojekt auf den Weg bringen will. Gedanken dazu auf
Ergebnisse der Gruppenarbeit:
http://www.wohnungslosentreffen.de/images/2017/2017_10_koord/10-Theaterprojekt.jpg

3. Grundstück Kademon. Michael (Berlin) und Uwe (Lüneburg) berichten über ein Grundstück in der Nähe von Genthin an der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Das Grundstück verfügt über keine Infrastruktur, könne aber perspektivisch für Regionaltreffen im Raum Sachsen-Anhalt / Brandenburg genutzt werden.
Ergebnisse: http://www.wohnungslosentreffen.de/images/2017/2017_10_koord/11-grundstueck-kademon.JPG

4. Meilensteingruppe Handlungsgrundlagen von Gruppen. Die Meilensteingruppe Handlungsgrundlagen von Gruppen hat noch auf dem Koordinierungstreffen getagt und folgende (Zwischen-)Ergebnisse erarbeitet:
http://www.wohnungslosentreffen.de/images/2017/2017_10_koord/12-meilensteine-handlungsgrundlagen-gruppen.JPG

7 Ergebnisprotokoll

Das Ergebnisprotokoll wird von Stefan zusammengestellt und rundgeschickt.

Nach Rückmeldungen (1 Woche Zeit) wird das Protokoll auf der Homepage veröffentlicht.

Für die Richtigkeit:
Freistatt, 06.11.2017

Stefan Schneider


Von dem Koordinierungstreffen hat Jürgen (Potsdam) einen schönen Bericht gemacht und dazu auch Fotos veröffentlicht, siehe hier:
http://www.hartz-4-betroffene.com/freistatt_nachtrag.html

Foto von Mike und Ilse auf Pogoradio - Foto: Pogoradio.deHallo zusammen,

unsere Freunde Ilse (Köln) und Mike (Waldbröl) wurden kürzlich von Rüdiger (Köln) zu einem gemeinsamen Interview nach Köln eingeladen um zum Thema Wohnungslosentreffen beim Pogoradio.de zu berichten.

Die Sendung startete damit, daß beide sich erst einmal vorstellten und nach Irritationen des Moderators Aufklärung geleistet wurde, daß es doch erhebliche Unterschiede zwischen Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit gibt.

Im Laufe der Zeit mit kurzzeitiger Musikunterbrechung (Musikgeschmack nicht unbedingt jedermanns/jedefraus Sache, aber gut, Geschmäcker sind verschieden) wurde immer mehr darüber erzählt wie es zum Wohnungslosentreffen überhaupt kam und vieles mehr.

Die Sendung geht in etwa ca. eine Stunde und ich lege sie Euch doch sehr am Herzen euch sie anzuhören.

Ich hoffe sehr, daß zum einen Euch die Sendung gefällt und in anderen Städten sich Radiosender auch eine Scheibe davon abschneiden und mit Betroffene ähnliche Sendungen produzieren.

Die Sendung ist hier zu finden:
http://www.pogoradio.de/2017/11/ofw/

Dirk Dymarski


pogoradio

Guten Tag,

unser Freund Mike (Waldbröl) informiert uns, dass es heute (Mittwoch, 08.11.2017) um 23:45 Uhr eine Sendung zum Thema Wohnungslosentreffen auf Pogoradio.de geben soll. Mit dabei sind Rüdiger, Ilse (Köln) von der Initiative Bauen Wohnen Arbeiten und Mike selbst. Wir alle sind gespannt auf die Sendung.

Pogoradio sendet jeden Mittwoch zwischen 23 und 24 Uhr im Rhein-Neckar Dreieck im Radio auf 89,6 und 105,4 UKW im Bermudafunk. Wer eine Sendung verpasst hat, kann sie in der Mediathek von Bermunda-Funk noch eine Woche lang nachhören.

Viele Grüße

Stefan

wli gipfel wohnungslosen problematik 610pxRechtzeitig zum Beginn der Kältehilfe für Obdachlose fordert die Direktorin der Caritas, Ulrike Kostka, einen Gipfel im Kanzleramt, um über die steigende Wohnungslosigkeit in Deutschland zu sprechen.

Angesichts der sich hinziehenden Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU, der FDP und den Grünen stellt sich die Frage, ob ein solcher Gipfel noch im Winter realisierbar ist.Viel wichtiger ist allerdings die Frage, wie so ein Gipfel denn aussehen müsste.

In ihrer Forderung spricht sie davon, dass Bund, Länder und Kommunen das Problem gemeinsam anpacken sollten. Die Wohnungsnot in Deutschland nehme von Woche zu Woche zu und werde im kommenden Jahr rund 500.000 Menschen betreffen, sagte Kostka unter Verweis auf eine Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft für Wohnungslosenhilfe.

Kostka betonte, Menschen, die sich um bezahlbaren Wohnraum sorgen müssen oder gar ihre Wohnung verlieren, würden von der Politik "links liegen gelassen". Dabei gehe es um elementare Grundbedürfnisse und die Menschenwürde. "Hier bahnen sich Konflikte mit sozialem Sprengstoff an", betonte die Caritasdirektorin in Berlin.

Für mich stellt sich die Frage ob und wie Betroffene an einem solchen Gipfel beteiligt wären und wie unsere Forderungen an einen solchen Gipfel aussehen könnten.

Da fällt mir ja doch eine ganze Menge ein:

  • Die schon lange fällige Verankerung des Rechts auf Wohnen im deutschen Grundgesetz
  • Mindeststandards für Notunterkünfte einführen, wobei Betroffene in den Kontrollgremien sitzen sollten.
  • Die Einstellung der Vertreibung Obdachloser von öffentlichen Plätzen
  • Die Einstellung des Versuchs, Wohnungslose aus der EU, bzw. Geflüchtete aus dem Thema auszugrenzen
  • Die ebenfalls lange Fälligkeit der Ankurbelung des sozialen Wohnungsbaus in Deutschland.
  • Verbot des zukünftigen Verkaufs von Sozialwohnungen durch die Kommunen oder Länder
  • Die generelle Einholung von Betroffenenmeinungen als Experten auf allen Entscheidungsebenen
  • Ein spezielles und wirkungsvolles Programm zur Bekämpfung von Armut in Deutschland
  • Die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, eine Forderung, die an Selbstverständlichkeit kaum überbietbar ist
  • Die Einrichtung eines eigenen Fachbereichs Armutsbekämpfung in den Sozialministerien
  • Die Einführung einer staatlichen Förderung von selbstverwalteten Projekten zur Armutsbekämpfung und Verbesserung der Situation Wohnungsloser.

Da fällt mit spontan dazu ein, wenn ich länger darüber nachdenke, wird das kein Kommentar, sondern ein Buch. Der logischen und notwendigen Forderungen sind so viele, das ein einmaliges Zusammentreffen wohl kaum ausreichen würde. Und selbst das Zustandekommen dieses Gipfels halte ich angesichts der politischen Lage für extrem fragwürdig.

Foto: Churchill, Roosevelt, Stalin auf der Jalta-Konferenz 1945 - Quelle: WikiCommonsNichtsdestoweniger wäre natürlich, wenn es zu einem solchen Gipfel kommt, eine Beteiligung der Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser wünschenswert und sinnvoll. Denkbar wäre, dass wir hier ein Koordinierungstreffen für einen solchen Gipfel ausrichten würden, um das Gespräch vorzubereiten und Delegierte auszuwählen, sowie in dem Treffen gefasste Entschlüsse mit anderen Teilnehmern abzustimmen.

Der Pressetenor zu diesem Thema liest sich leider so, als wäre durch die Forderung alleine der Gipfel schon quasi beschlossene Sache. Dem ist aber nicht so. Und wenn der Winter vorbei ist, und nur die statistisch erwartete Anzahl von Obdachlosen erfroren ist, dann wird wahrscheinlich wieder zur Tagesordnung übergegangen.

Die Forderung nach einem länderübergreifenden Ansatz ist genauso wenig neu, wie das Thema an sich. Wenn wir, die eigentlich Betroffenen, uns nicht endlich gegenüber der Politik, den Kommunen, Ländern und der Bundesregierung selbst vertreten, dann ändert sich voraussichtlich nichts. Und stattdessen wird es schlimmer.

Freistatt, 08.11.2017

Ein Kommentar von
Christof Meyer-Gerlt, Freistatt (Freistätter Online Zeitung)
Kontakt: meyergerlt [at] yahoo [dot] com

Foto oben: Graphik: Jens,
mit einem Bild der Ausstellung von Karin Powser: „Keine Gnade auf der Straße
und dem Bundesadler von Wikimedia-Commons: "Datei: Bundesadler Bundesorgane.svg

Foto unten: Churchill, Roosevelt, Stalin auf der Jalta-Konferenz 1945 - Quelle: WikiCommons;
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d2/Yalta_summit_1945_with_Churchill%2C_Roosevelt%2C_Stalin.jpg

 

2017 ReiselustErlebnis Bericht am Stand der Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser auf der Messe Reiselust in Bremen

Hallo und guten Tag,

ich hatte das Glück am Freitag, dem 3.11.2017 und am Sonntag dem 4.11.2017 auf der Touristik Messe Reiselust in Bremen am Infostand der Selbstvertretung Vereinter Wohnungsloser – so der Name der Gruppe, die am Projekt Wohnungslosentreffen dabei ist - mit anderen Menschen vom Projekt Wohnungslosentreffen und der Freistätter Online Zeitung vertreten zu sein.
An einem Info-Stand zu stehen und ein Projekt vorzustellen, war für mich Neuland und recht ungewohnt, aber dennoch ein sehr gutes Gefühl, vor Ort zu sein. Im Laufe der 2 Tage führte ich unterschiedliche Gespräche bei uns am Stand. Es gab zum Teil kritische Anfragen in Richtung: Was habt Ihr hier eigentlich auf einer Reisemesse verloren? Es gab aber auch neugierige Menschen, die grosses Interesse bekindet haben.
Im Allgemeinen ist es schon recht witzig gewesen, das wir mit unserem Stand auf einer Reisemesse vertreten waren, aber wie im Vorfeld gesagt wurde - gerade Wohnungslose sind ja sowieso immer wieder auf Reisen - bot es sich ja mehr als deutlich an, die Chance zu ergreifen.
Ja, im Großen und Ganzen sind es ereignisreiche Tage gewesen, auch mit sehr viel Spaß drumherum auch mit den anderen Stand Betreibern inclusive am Freitagabend nach Messeschließung einer sehr ausgiebigen Standparty.
Es war mir eine Ehre, dabei gewesen zu sein und ich bin gespannt, wie sich das Projekt noch entwickelt und bei was ich noch alles mit einbringen darf.

Dirk Dymarski, Freistatt
Kontakt: dirkdymarski [at] gmx [dot]de

Foto: Jens Roggemann, Freistätter Online Zeitung

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