2017 04 WSFF Werner - Die Teilnehmenden in beim Mittagessen - Foto: Werner

1. Teilnehmer

Von Mittwoch, 05.04. bis Freitag, den 07.04.2017 trafen sich in Freistatt Teilnehmer vom Projekt Wohnungslosentreffen (Alexandra und Mirko aus Frankfurt, Annette, Marcus, Hasso und Janina aus Hannover, Christof, Harry, Jens und Timo aus Freistatt, Norbert aus Edewecht, Stefan und Werner aus Berlin, Jürgen Schneider (ANW). Vertreten waren damit auch Projekte ANW, HOPE, Asphalt Strassenmagazin, Radio Help 4 You, Freistätter Online Zeitung, Teestube Jona, Tagestreff Szenia.
Gäste waren Ingolf Semper, Öffentlichkeitsarbeit Bethel im Norden sowie Frank Kruse, Bereichsleiter Wohnungslosenhilfe Freistatt.

2. Themen

Themen waren, über Öffentlichkeitsarbeit etwas zu lernen sowie die Öffentlichkeitsarbeit für das Wohnungslosentreffen Freistatt 2017 im einzelnen abzusprechen und Texte zu erstellen.

3. Inputs

3.1. Vortrag Öffentlichkeitsarbeit

Workshop Öffentlichkeitsarbeit - die Agenda - Foto: WernerIngolf Semper,  Öffentlichkeitsarbeit Bethel im Norden, gab eine Kurzvortrag zu allgemeinen Aspekten der Öffentlichkeitsarbeit (Präsentation in der Anlage).
Entscheidend ist, als Öffentlichkeitsarbeiter 1. Unterwegs zu sein, sich 2. Dinge konkret anzuschauen und 3. überzeugt zu sein. 80% oder mehr der Öffentlichkeitsarbeit ist intern. Zu beantworten sind die Fragen: Wer, was, wann, wo, wie und warum? Die Gruppe Öffentlichkeitsarbeit muss als Team agieren und gleichzeitig klare Zuständigkeiten festlegen.

3.2. Sichtweisen

Christof stellt das Papier „Leitfaden für respektvolle Armutsberichterstattung“ der Armutskonferenz Österreich vor. Entscheidend für die Kommunikation ist eine bewusste Wortwahl. „Sprache schafft Wirklichkeit“. Deswegen ist es wichtig, diskriminierende Begriffe wie „abgerutscht“ oder „sozial schwach“ selbst zu vermeiden bzw. darauf zu achten, dass diese Begriffe in Wort und Schrift nicht verwendet werden. Es gibt meistens passendere Formulierungen.

3.3. Corporate Identity

Frank Kruse gibt eine Einführung zum Themenkreis Corporate Identity (Unternehmensidentität). Eine solche wird üblicherweise hergestellt, um ein Unternehmen und seine Botschaft im öffentlichen Bewußtsein zu verankern. Bestandteile dessen sind das Corporate Design (einheitliches Logo, Namenszug, Schriftart, Farbe usw), Corporate Behavior, hier geht es um ein einheitliches Auftreten sowie die Corporate Kulture, die Unternehmenskultur (Art und Stil des Auftretens, Du oder Sie in der Sprache usw.)
Mit einer bestehenden CI ist es einfacher möglich, zu kommunizieren. Kommunikationsziele können z.B. eine Handlungsaufforderung, die Änderung einer Einstellung, die Vermittlung von Informationen sein. Eine Verständigung über Inhalte und Stil sind genauso erforderlich wie eine Festlegung von Wegen und Mitteln.
Auch wenn die Frage der Corporate Identity innerhalb des Projekts noch in der Klärung ist (Selbstfindungsprozeß: Wer sind wir?), sind einige Tendenzen bereits erkennbar.

4. Texte

Folgende Texte wurden gemeinsam erarbeitet und abgestimmt:
A) Ankündigung für Wohnungslosentreffen 2017 (für Teilnehmer)
B) Presseerklärung
daraus ergibt sich der Text für die Flyer sowie für das Flugblatt für den Kirchentag.
Die Texte können von der Gruppe Öffentlichkeitsarbeit zu eigenen Zwecken verwendet werden.

4.1. Ankündigung für Wohnungslose und ehemals Wohnungslose [Status: Aktiv 07.04.2017, 12:00]

Workshop Öffentlichkeitsarbeit - Foto:JensVernetzt Euch, erhebt Eure Stimme für Selbstorganisation und handelt mit uns. Bringt Eure Ideen ein und macht mit!

Vom Sonntag, dem 23. Juli bis Sonntag, 30. Juli 2017 treffen sich in Freistatt, Niedersachsen engagierte Wohnungslose / Obdachlose / ehemals Wohnungslose / von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen, die sich zusammenschließen und gemeinsam ihre Situation verbessern wollen.

Alles verändert sich, wenn wir es verändern! Armut, Ausgrenzung, Obdachlosigkeit und Hilflosigkeit sind keine Naturgesetze – das ist das Motto des Wohnungslosentreffens.

Im Mittelpunkt der Woche steht, sich kennenzulernen, untereinander auszutauschen, neue Standpunkte zu finden und daraus gemeinsame Vorhaben zu entwickeln – Eure Ideen und Beiträge sind willkommen! Wir bieten Euch ein abwechslungsreiches Programm mit Workshops, Kultur und Musik.

Das Treffen einschließlich Verpflegung ist kostenlos, übernachtet wird in Zelten, Reisekosten können bezuschusst werden.

Wenn Du dabei sein möchtest, findest Du weitere Informationen auf www.wohnungslosentreffen.de. Bitte trage Dich für den Newsletter ein, damit wir Dich auf dem Laufenden halten können! Anmelden kannst Du Dich ab dem 01.06.2017 über die Webseite.  Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 120 begrenzt.

4.2. Presseerklärung [Status: Aktiv 07.04.2017, 12:00]

Workshop Öffentlichkeitsarbeit - der Plakatentwurf - Foto JensAlles verändert sich, wenn wir es verändern! Armut, Ausgrenzung, Obdachlosigkeit und Hilflosigkeit sind keine Naturgesetze – ist das Motto des zweiten Wohnungslosentreffens. Vom Sonntag, dem 23. Juli bis Sonntag, 30. Juli 2017 treffen sich in Freistatt, Niedersachsen engagierte Wohnungslose und ehemals wohnungslose Menschen, die sich zusammenschließen und gemeinsam ihre Situation verbessern wollen.

Im Mittelpunkt der Woche steht, sich kennenzulernen, untereinander auszutauschen, neue Standpunkte zu finden und daraus gemeinsame Vorhaben zu entwickeln. Es wird ein abwechslungsreiches Programm mit Workshops, Kultur und Musik angeboten.

Um wohnungslosen Menschen die Teilnahme zu ermöglichen, ist das Treffen einschließlich Verpflegung kostenlos, die Reisekosten können bezuschusst werden. Übernachtet wird in bereitgestellten Zelten.

Weitere Informationen auf www.wohnungslosentreffen.de.
Im Newsletter wird fortlaufend über den Stand des Projekts berichtet. Die Anmeldung beginnt am 01.06.2017 über die Webseite.  Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 120 begrenzt.

Das Wohnungslosentreffen Freistatt 2017 ist ein zentraler Baustein des Projekts „Förderung von Teilhabe und Selbstorganisation wohnungsloser Menschen in Niedersachsen (Empowerment, Community Organizing, Sommercamps, Verstetigung)“ am Standort Freistatt der Stiftung Bethel. Es wird finanziert von der Aktion Mensch, dem Land Niedersachsen und dem Diakonischen Werk in Niedersachsen. Zentrale Kooperationspartner sind das Armutsnetzwerk (ANW) und das Europäische Netzwerk Homeless People in Europe (HOPE).

Hintergrund: Strukturen der Teilhabe wohnungsloser Menschen in Gesellschaft und Wohnungslosenhilfe sind bestenfalls ansatzweise entwickelt. Um dies zu verbessern, werden in Niedersachsen in einem dreijährigen Prozess des Empowerment und des Community Organizing wohnungslose und ehemals wohnungslose Menschen angesprochen, motiviert, unterstützt, gefördert, qualifiziert und begleitet, an ihren momentanen Aufenthalts- bzw. Lebensorten (Obdächer, Tagestreffs, Straße usw.) regionale und thematische focussierte Selbsthilfe- und Teilhabegruppen zu bilden und ihre Anliegen selbstbestimmt zu artikulieren und zu vertreten. Die entstehenden Gruppen werden dabei unterstützt, sich kennen zu lernen und auszutauschen, voneinander zu lernen, sich zu qualifizieren, langfristig Initiativen zu verabreden, Aktionen zu planen, Netzwerke zu bilden, zu verstetigen und nachhaltig in Wohnungslosenhilfe und Gesellschaft zu wirken. Jährliche Sommercamps dienen als Plattform der Interaktion sowie als Meilensteine für den Aufbau und die Absicherung von Beteiligungs- und Selbstorganisationsstrukturen Wohnungsloser.

Kontakt:
Dr. Stefan Schneider (V.i.S.d.P.)
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel: 05448-88555 //
Mobil dienstlich: 0160 – 697 72 62

5. Einzelne Vereinbarungen

5.1 Termine

Wir vereinbaren, dass Ankündigungen und Presseerklärung am Dienstag, 18.04.2017 möglichst gemeinsam veröffentlicht werden (Webseite Wohnungslosentreffen, ANW, Freistätter Online Zeitung)
Janine kümmert sich um die Druckaufträge für Plakate (500) und Flyer (2500).

5.2. Allgemeiner Flyer

Für eine allgemeine Werbekampagne (z.B. Jubiläum Bethel) muss ein eigenes Informationspapier mit Spendenaufruf erstellt werden. Frank soll sich kümmern um die Abstimmung des Spendenaufrufes mit Dankort bei der Stiftung Bethel.  Der Flyer wird von Christof und Stefan mit Frank und Janine entwickelt und mit der AG Öffentlichkeitsarbeit abgestimmt. Deadline ist Ende Mai.

5.3 Flugblatt für Kirchentag

Text an André Lange schicken macht Stefan heute

5.4.  Mobilisierung über email

Workshop Öffentlichkeitsarbeit - Definition Zielgruppe - Foto:WernerDie Ankündigung für das Wohnungslosentreffen soll ebenfalls über Emailverteiler verbreitet werden. Verteiler
- BAG Wohnungslosenhilfe,
- EBET Evangelischer Fachverband &
- FEANTSA Europäische Fachverband und
- Bahnhofsmissionen.
Dazu wird ein Anschreiben verfasst und Plakat und Flyer als PDF versendet (Stefan).
Erwähnt werden soll im Forum bzw. über email, dass weitere Plakate und Flyer angefordert werden können.
Die Ankündigung für die Strassenzeitungen per email übernimmt Hasso.
Den Versand an die Einrichtungen in Niedersachsen sowie die Bahnhofsmissionen übernimmt Michaela Jahnkuhn-Brunotte.
Das Anschreiben an die Mitglieder vom Armutsnetzwerk übernimmt Norbert in Abstimmung mit Stefan
Die Ankündigung für die Mitglieder von HOPE soll Harald übernehmen. Christof übersetzt die Ankündigung.

5.5. Start Presseerklärung

Die Presseerklärung wird ab Dienstag, 18.04.2017 verbreitet.
- Verteiler über Janine (Regionale Presse),
- Diakonisches Werk in Niedersachsen,
- LAK Niedersachsen,
- Ingolf Semper (Bethel im Norden), Bahnhofsmissionen.

Auf der Presseerklärung ist Stefan Schneider als Kontaktperson angegeben.

Über Rückmeldungen wird die Gruppe Öffentlichkeitsarbeit regelmäßig informiert. Dazu wird eine eigene email  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
mit Weiterleitung an die einzelnen Leute eingerichtet.

6. Fest 150 Jahre Bethel

Das Jubiläum 150 Jahre Bethel wird am Samstag und Sonntag 24. und 25. Juni in Bielefeld unter anderem mit einem Markt der Möglichkeiten gefeiert. Frank Kruse kümmert sich um einen Stand und bietet an, dass das Projekt Wohnungslosentreffen sich dort offensiv präsentiert.
Die Zeiten sind
Samstag 11:00 Uhr – 18:00 Uhr
Sonntag, 10:00 Uhr - 14:00 Uhr mit Unterbrechung Gottesdienst 11:00 Uhr
Vertreten wird sein die Wohnungslosenhilfe Freistatt, Freistätter Online Zeitung
Lay-Out des Standes: übernimmt Frank
Standbesetzung werden sein: Jens, Christof, Marcus, Hasso (Samstag), Annette, Alexandra, Werner. Interessiert  an einer Teilnahme sind: Janina, Norbert ??, Timo.

7. „innovatio 2017“ – Sozialpreis für caritatives und diakonisches Handeln

Vereinbart wird, dass Stefan im Auftrag der Gruppe Öffentlichkeitsarbeit eine Bewerbung für den Sozialpreis einreichen soll.

8. Sonstige Einzelfragen

  • Marcus erstellt drei oder mehr Radiobeiträge a max 10 Minuten zu Beginn, in der Mitte und zum Ende des Wohnungslosentreffens, Marcus arbeitet mit Werner zusammen.
  • Konkrete Zusagen über Videobeiträge liegen nicht vor, sind aber erwünscht.
  • Wohnungslosentreffen: Die Technik (Computer, Drucker, Internetanschluss) wird von der Freistätter Online Zeitung in Absprache mit dem OrgaTeam vorab bereit gestellt. Die Teilnehmer der Gruppe Öffentlichkeitsarbeit reisen nach Möglichkeit am Samstag an.
  • Die Gruppe Öffentlichkeitsarbeit trifft sich jeden Morgen um 08:30 Uhr und jeden Abend um 19:00 Uhr  (Ort wird noch festgelegt) zur Tagesplanung und Aufgabenverteilung.
  • Die Gruppe Öffentlichkeit kümmert sich (nach Möglichkeit) um eine tagesaktuelle Berichterstattung und veröffentlicht diese auf der Freistätter Online-Zeitung. Auf der Webseite Wohnungslosentreffen.de wird lediglich eine Linkliste fortlaufend aktualisiert.
  • Die Protokolle aus den einzelnen Workshops sollen von den Workshopteilnehmern erstellt und auf einer Ergebnis- und Infowand dargestellt werden. Eine Kopie des Protokolls (oder Fotoprotokoll) soll der Gruppe Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung gestellt werden. Die Gruppe Öffentlichkeitsarbeit kann in Einzelfällen bei der Dokumentation unterstützend tätig werden.
  • Die Gruppe Öffentlichkeitsarbeit ist offen, Teilnehmer vom Wohnungslosentreffen können gerne dazu kommen.

Zusammenfassend: Die gesamten Arbeitsergebnisse der Gruppe Öffentlichkeitsarbeit sind ein zentraler Baustein für die Kommunikation vom Gesamtprojekt Teilhabe und Selbstorganisation Wohnungsloser.
Das sind die gemeinsamen Erfahrungswerte für die Weiterführung des Projekts Teilhabe und Selbstorganisation Wohnungsloser.
Zielstellung könnte eine Gesamtdokumentation des Treffens 2017 sein.

Freistatt, 07.04.2017,
für das Protokoll: Stefan Schneider

Markus H., Frankfurt
Workshop Freitag, 03.03.2017, Seminarhaus Wegwende

Gesellschaft, Wirtschaft & Geldsystem und die Auswirkungen auf Armut und die Veränderung der kommenden Jahre

I. Einleitung

Was ist unsere Frage: Wo stehen wir, wie kamen wir dorthin, welche möglichen Wege sehen wir?

II. Kurzer Blick auf wichtige Theorien
Spotlight auf wichtigste Vertreter von Philosophie, Politik, Ökonomie, Soziologie; Staat, Herrschaft, Gesellschaftsvertrag, Wirtschaft, Adam Smith, Keynes, Friedman, Max Weber, Nikolaus Sombart, Gustav Le Bon, Jeremy Rifkin

Was ist der Staat und die Gesellschaft, was ist die Wirtschaft?

III. Funktion des Geldsystems

Geldschöpfung, Arbeitsweisen Bankensystem; Bernd Senf, Norbert Häring, Dokufilm "Die große Geldflut"
Was ist das Bankensystem?

IV. Gegenwartsanalyse und Ausblicke

a) Veränderungen Arbeitswelt: Robotisierung und Digitalisierung; Keynes und Jeremy Rifkin
b) Immobilienblase: Einschätzungen von Experten von 30-50 Prozent überhöhten Preisen insb. in Großstadtlagen, Experteneinschätzungen, auch Norbert Häring, F. Homm usw.
c) Aktienblase: Vermögensverwalter kritisieren das Mißverhältnis Aktienkurse und wahre Wachstumschancen, George Soros, Norbert Häring und andere
d) Zinsen und Staatsanleihen versus Staatsinsolvenzen, Reflexion Agenda 2010
e) Geldschwemme und Geldsystem, George Soros, Norbert Häring und viele andere
f) Informationsseriösität durch Leitmedien in TV und Printversion; Gustav Le Bon, Prof.Mausfeld, Prof Otte, Dr. Ganser usw.

V. Zusammenfassung

VI. Nachfragen und Diskussion

am 26. Januar 2017 von 19:00 – 21:00 in der Diakonie Deutschland, Caroline-Michaelis-Straße 1 - 10115 Berlin - Raum Nydia Erika Bautista 0.K.07 im Erdgeschoss

1. Begrüßung, kurze Erläuterung, weshalb das Nachtreffen stattfindet, Vorstellung

Robert Trettin (stellv. Sprecher NAK): Treffen dient der Nachbereitung des Treffens mit Armutserfahrungen: Empfindungen, Positives, Negatives, Verbesserungswürdiges, wichtig: Mitarbeit von Betroffenen stärken
Anna Dietrich (Geschäftsführerin NAK von DW): Nachfolgerungen von Julia Zürcher, Federführung jetzt bei dem DW, hat am Treffen in Berlin 2016 teilgenommen, AG Frauen
Volker „Goldi“ Rüß – 2 Selbsthilfegruppen „Psychiatrieerfahrener“ ex Irrenoffensive + „Gesund leben“, , Parlament der Menschlichkeit, Haus Neudorf für Vorhaben, Weltkongress in Berlin 2017
Rainer Wieczorek Verdi, Stiftung für Armutsbekämpfung und Überleben, Kunst- und Kultur, AG Wohnen
Carsten Dahleke Mitglied, mob menschen ohne obdach machen mobil e.V., vorher Christliches Sozialwerk – Lazarus e.V., Vorstandserfahrung, strassenzeitungs-Verkäufer und Ehrenamtlicher, Funktionieren eines bestehenden Systems sichern, AG Wohnraumerlangung
Werner Franke Gründungsmitglied Armutsnetzwerk, AG Partizipation
Ralf Schmerberg Krankenpflegerausbildung, Psychiatrie, Kriseninterventionszentrum, psychotherapeutische Ausbildung – Krisendienst Ost, Krisenhaus, jetzt Jugend- und Suchtberatung Spandau; TN an Nak – Treffen, AG Steuermodell
Michael Stiefel Vorsitzender Armutsnetzwerk, Väter- und Familienarbeit, Papapicknick, Bio-Tisch (Lebensmittel aus Bioläden), Wohnungsgenossenschaft, Reichtums- und Armutsbericht Workshoparbeit wurde aus Bericht gestrichen, AG Partizipation
Stefan Schneider früher mob e.V./strassenfeger; jetzt Projekt Wohnungslosentreffen, TN auf den Treffen in Köln und Berlin

2. Rückblick auf die Treffen in Köln und Berlin

Stimmen aus der Diskussion:

„gleiche Abläufe, immer dasselbe, immer die gleichen, es ändert sich nix, hat sich überholt, kaum Interesse an Engagement, breitere Basis schaffen, „niedliche“ Aktionsformen, es kommt zu wenig dabei raus“;
„auch kleine Aktionen wollen vorbereitet sein, es macht Mühe, für Aktionen und Betroffene zu mobilisieren, eine koordinierte Aktion im Rahmen des Machbaren“,
„Aktionen sollten nachhaltig sein, Ideen werden genannt, aber kaum umgesetzt“
„Unterschied von Köln und Berlin überstrukturiert vs. große thematische Offenheit“
„zu wenig Zeit“
„Ziel z.B. „Erklärung verfassen und verabschieden“ fehlt“
„Marsch der 100.000 Ärmsten auf den Bundestag“
„25 Jahre NAK und nichts ändert sich“, „Frust und keine Lust … es kommt nichts bei raus …“
„Radikalitätsfrage: An wen richtet sich das Treffen, wer ist der Adressat?“
„viel Frust in Bezug auf das Treffen der Menschen mit Armutserfahrung, aber auch hohe Kreativität und Dynamik“
„mehrere Ebenen der Analyse / unterschiedlichste Probleme der Teilnehmenden / nur 1 x im Jahr / neue vs. Alte TN, Feigenblatt der NAK, Betroffene werden vorgeführt“
„Zwischentreffen ermöglichen, feste Arbeitsgruppen bilden / Arbeitspapiere – Qualität des Ausbaus“
„es gibt auch Konflikte zwischen den Betroffenengruppen“

3. Erarbeitung von gemeinsamen Schlussfolgerungen der Gruppe aus der vorangegangenen Diskussion

  1. Die Treffen der Menschen mit Armutserfahrungen sollten dazu diesen, dass Menschen zu konkreten Themen arbeiten. Die Treffen sollten auf ein konkretes Ergebnis (Output) hin arbeiten, z.B. eine Resolution oder Petition oder Forderung oder eine Agenda.
  2. Auf dem Treffen soll entschieden werden, wie mit den Ergebnissen weiter gearbeitet werden soll. Vorstellbar ist die Bildung von Arbeitsgruppen mit konkreten Arbeitsaufträgen.
  3. Das Interesse der Teilnehmenden an einer Mitarbeit könnte verbessert werden, wenn es zwischen den jährlichen Treffen eine kontinuierliche thematische Weiterarbeit, ggf. weitere Treffen gäbe.
  4. Keine Einigung gibt es darüber, wie genau das umgesetzt werden soll. Die Gründung von Arbeitsgruppen, Einbeziehung von interessierten Teilnehmenden in die Arbeiten der mitwirkenden Betroffeneninitiativen, Weiterführung in Form von Fachtagen ….
  5. Das Verhältnis zwischen dem Treffen der Menschen mit Armutserfahrungen und der NAK muss weiter diskutiert werden. Soll das  Treffen der Menschen mit Armutserfahrungen eine größere Eigenständigkeit gegenüber den NAK haben oder sollen auf dem Treffen der Menschen mit Armutserfahrungen Forderungen gegenüber den NAK formuliert werden oder soll beides passieren und ausgehalten werden.
  6. Interessenkonflikte müssen ausgehalten werden. Es sollen konkrete Arbeitszusammenhänge und Prozesse verabredet und organisiert werden.
  7. Wünschenswert wäre eine (erneute) Verständigung darüber, was mit den Treffen der Menschen mit Armutserfahrungen erreicht werden kann. Anspruchsvolle Ziele setzen (z.B. Armut beseitigen) und gleichzeitig realistische Ziele verabreden.
  8. Neue Teilnehmerkreise für das Treffen der Menschen mit Armutserfahrungen ansprechen, zum Beispiel Jugendliche, z.B. Menschen mit Migrationserfahrungen, ….
  9. Selbstkritik am heutigen Treffen: Sammlung von ++ und - - Punkten und erst mal sammeln, sichten und bewerten, statt sofort in die Analyse zu gehen.
  10. Qualitative Entwicklung von Köln 2015 auf Berlin 2017 ist durchaus feststellbar

4. Termine

  • 4.-5. Oktober 2017 – 12. Treffen des Menschen mit Armutserfahrungen
  • 2. März 2017, Nachbereitungs-Treffen der Menschen mit Armutserfahrungen NRW in Köln
  • 23.02., 19:00 Uhr, Armutsnetzwerk-Treffen der Gruppe Berlin in der Teupitzer Klause, Schudomastr. 35 in Berlin Neuköln

Für das Protokoll
Dr. Stefan Schneider (info at drstefanschneider dot de)

Freistatt Ortseinfahrt - Quelle: WikiCommons, Guten Tag und Hallo!

- organisatorische Hinweise hier

- Vorschlag für die Tagesordnung hier

pdf button Organisatorische Hinweise und Tagesordnung.pdf

Wir informieren über das nächste offene Koordinierungstreffen / Vorbereitungstreffen von Donnerstag, 02. März bis Sonntag, 05. März 2017 in Freistatt, Landkreis Diepholz.

Der Beginn ist am Donnerstag, den 02. März 2017 gegen 14:00 Uhr, das Ende ist am Sonntag, den 05. März gegen 12:30 Uhr (nach dem Mittagessen) vorgesehen.


Wir möchten bis Donnerstag, 23.02.2017 eine Rückmeldung (Anmeldung) bekommen, ob Du daran teilnehmen möchtest und wie Du anreisen wirst. Reisekosten können - wie bisher auch - erstattet werden. Abholungen können von Diepholz (und anderen Orten) nach Rücksprache organisiert werden.

Hauptaufgabe dieses Treffens wird sein, das Wohnungslosentreffen Sommercamp Freistatt 2017 vorzubereiten, zu besprechen, was dort passieren soll und was an nächsten Terminen und Aktionen ansteht. Wir wollen die angefangene Debatte um unser Selbstverständnis („Wer sind wir?“) fortführen und müssen auch eine Reihe von Entscheidungen treffen (Wie wollen wir miteinander umgehen? Wer wird eingeladen? Was ist das Motto? Wie wird geworben und mobilisiert? Wie sieht das Programm aus? usw.) An weiteren Terminen stehen ua. an der Kirchentag, das Treffen der Menschen mit Armutserfahrungen, die Bundestagung der Wohnungslosenhilfe usw.).

Wie bereits auf dem letzten Treffen andiskutiert, werden wir mehrere Arbeitsgruppen bilden (Organisationsgruppe, Presse- und Öffentlichkeitsgruppe, Programmgruppe. Für die Planung wäre es gut, wenn Du schon sagen könntest, in welcher Gruppe Du mitarbeiten möchtest (1. Wahl, 2. Wahl).

Weitere Anregungen, Vorschläge, Hinweise, Ideen oder Kritikpunkte sind herzlich willkommen.

Es wäre wünschenswert, wenn sich Gruppen darauf einigen könnten, welche Vertreter sie für dieses Treffen entsenden möchten und welche Themen und Anliegen besprochen werden sollen.

koordinierung2017 03In den nächsten Tagen folgen hier weitere Informationen und auch ein Vorschlag zur Tagesordnung.

Und noch ein Hinweis: Da die Zahl der Betten im Haus Wegwende und auch die finanziellen Mittel begrenzt sind, ist die Zahl der Teilnehmer begrenzt. Sollten mehr Anmeldungen eingehen, als Plätze zur Verfügung stehen, werden wir eine Auswahl treffen müssen. Kriterien der Auswahl werden sein, ob alle Gruppen, alle Regionen und alle Themen vertreten sind und ob die Frauenquote beachtet wird.
 

Wir freuen uns über Deine Rückmeldung!

Herzliche Grüße

Stefan Schneider
für die Koordinationsgruppe
 
Es schrieb Ihnen:
Dr. Stefan Schneider
Koordinationsgruppe Wohnungslosentreffen / Projekt Sommercamp
bei der Stiftung Bethel am Standort Freistatt
Alte Bäckerei
Deckertstr. 6
D - 27259 Freistatt
+49 -(0)177 - 784 73 37
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.wohnungslosentreffen.de

Rechnungsadresse:
Stiftung Bethel
Wohnungslosenhilfe Freistatt
Projekt Sommercamp - Kostenstelle 1032460*
Königsweg 1
D - 33617 Bielefeld

1 Organisatorische Hinweise

Büro (Organisation): Seminarhaus Wegwende (Stefan)

Kontakt: Stefan Schneider
stefan.schneider@wohnungslosentreffen,
+49 - (0)177 – 784 73 37

Eintreffen: Donnerstag, 02.03.2017 (wer bis 12:00 Uhr anreist, kann in der Hauptküche zu Mittag essen)

Beginn: Donnerstag, 02.03.2017, 15:00 Uhr

Ende: Sonntag, 05.03.2017, 12:30 Uhr (nach dem Mittagessen)

Unterbringung & Treffen: Seminarhaus Wegwende

Frühstück: 08:00 Uhr – 09:00 Uhr, Seminarhaus Wegwende

Mittagessen: 12:00 – 12:30 Uhr, Hauptküche Freistatt. Essenskarten für die Hauptküche werden ausgegeben. Bitte vor Abreise wieder zurückgeben.

Abendessen: 18:00 Uhr – 19:00 Uhr- Seminarhaus Wegwende (selbst organisiert - Abholung Mittags von der Hauptküche)

Reisekosten: können erstattet werden. Bitte Auszahlungsbogen noch am Donnerstag von Stefan Schneider unterschreiben lassen. Auszahlung in bar bei Frau Dannemann, Verwaltungsgebäude R. 0.15

Auszahlung Hauskasse: Donnerstag, 13:00 – 15:00 Uhr // Freitag von 08:00 – 11:30 Uhr

Fahrkarten – Rückreise: Wer noch keine Fahrkarten für die Rückreise hat, sollte sich bis spätestens Freitag 16:00 Uhr darum kümmern (Stefan Schneider ansprechen). Transporte nach Diepholz bzw. Sulingen können organisiert werden, ggf. auch Mitfahrgelegenheiten

WLAN / Internet: Ausgabe von Zugangsdaten



2 Vorschlag für die Tagesordnung

Donnerstag 02.03.2017

12:00 - 15:00 Uhr - Eintreffen und Organisatorisches
Zimmer beziehen, Organisatorische Fragen
Fahrtkostenerstattung
ggf. Rückreise organisieren

15:00 – 16:30 Uhr - Einstieg
Begrüssung/ Vorstellung/
Verständigung über die Tagesordnung
was wollen wir auf diesem Treffen alles schaffen?

16:30 – 17:00 Uhr - Pause
17:00 – 18:00 Uhr - Berichte
was ist seit dem letzten Koordinierungstreffen passiert?

  • 17.11.2016 Fachtag Hochschule Hannover (Bericht Volker, Hasso)
    21./22.11.2016 Fachtagung Frauen Berlin (Bericht Janina & Annette)
    Januar 2017 – Projektreise Waldbröl, Köln, Vellerhof (Bericht Norbert & Gabi)
    Förderung Aktion Mensch (Bericht Frank & Stefan)
    Fahrplan Design Thinking (Bericht Frank)

18:00 – 19:00 Uhr - Abendessen


++++++++++++++ bislang ohne festen Termin ++++++
Arbeitsgruppe Wohnungslose Frauen / Frauen im Sommercamp Projekt
(Koordination & Protokoll: Janina & Annette)
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Freitag 03.02.2017

08:00 – 09:00 Uhr - Frühstück Seminarhaus Wegwende
(08:00 – 11:30 Uhr - Hauskasse offen wg. Fahrkostenerstattung)


09:30 – 12:00 Uhr - Vorbereitung Sommercamp 2017 in Arbeitsgruppen

  • Einführung / Gruppenbildung (Vorschlag Moderation: Stefan)
  • Gruppe Organisation
    (Vorschlag Koordination & Protokoll: Janine Husmann/ Peter Schulze)
  • Gruppe Öffentlichkeitsarbeit
  • (Vorschlag Koordination & Protokoll: Jens Roggemann/ Frank Kruse)
  • Gruppe Sommercamp-Programm
    (Vorschlag Koordination & Protokoll: Stefan Schneider/ Jürgen Schneider)

12:00 – 15:00 Uhr - Mittagessen Hauptküche, danach Mittagspause

15:00 – 16:30 Uhr - Vorbereitung Sommercamp 2017 – Teil 2

  • Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse
  • Gruppe Organisation
  • Gruppe Öffentlichkeitsarbeit
  • Gruppe Sommercamp Programm

16:30 – 17:00 Uhr Kaffeepause

17:00 – 18:00 Uhr  Vorbereitung Sommercamp 2017 -Teil 3

  • Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse (Fortsetzung)
  • Gemeinsame Festlegungen

18:00 – 19:00 Uhr Abendessen

20:00 Uhr Freizeit

20:00 Uhr, Seminarhaus Wegwende: Markus H., Frankfurt

Gesellschaft, Wirtschaft und Geldsystem und die Auswirkungen auf Armut und die Veränderung der kommenden Jahre

Samstag 04.02.2017

8:00 – 9:00 Frühstück - Seminarhaus Wegwende

9:30 Uhr – 12:00 Uhr - Was ist unsere Agenda 2017/2018

  • Selbstverständnis?
  • Grundsatzprogramm?
  • Arbeitsplan 2017/2018?

12:00 – 15:00 Uhr - Mittagessen Hauptküche, danach Mittagspause
15:00 – 16:30 Uhr - Was ist unsere Agenda 2017/2018 / Einzelfragen

  • Workshop Öffentlichkeitsarbeit (Vorstellung: Christoph)
  • Projekt Kirchentag (Vorstellung: Stefan)
  • Schwerpunkt: Alternative Wohnformen für Wohnungslose (Vorstellung: Ilse)

16:30 – 17:00 Uhr - Kaffeepause
17:00 – 18:00 Uhr - Was ist unsere Agenda 2017/2018 / Einzelfragen

Europäische Vernetzung / Hope (Vorstellung: Jürgen S. / Christoph)
Wohnungslose Frauen / Frauen im Sommercamp Projekt (Vorstellung: Janina / Annette)

18:00 – 19:00 Uhr Abendessen

20:00 – 21:00 Uhr Vorbereitung der gemeinsamen Abschlusserklärung (Protokoll Stefan)

Sonntag 05.02.2017

8:00 – 9:00 Uhr    Frühstück Seminarhaus Wegwende
9:30 Uhr – 11:00 Uhr Gemeinsames Ergebnisprotokoll

  • Arbeit am gemeinsamen Ergebnisprotokoll (Vorschlag Protokoll: Stefan)
  • Termine, Mitteilungen, Informationen

12:00 – 12:30 Uhr Mittagessen Hauptküche
12:30 Uhr Abreise

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